Schulter

Postoperative und posttraumatische Schulter


Postoperative Behandlung aufgrund von

  • u.a. Frakturen (Oberarmschaft, -hals oder kopf)
  • Sehnenrekonstruktion (Supraspinatus, Biceps)
  • Gelenkslippennaht (Bankart-Läsion)

konzentriert sich zu Beginn der Therapie auf die Reduktion des Schmerzes und Verbesserung der Beweglichkeit. Hierbei kommen vor allem assistierende Bewegungen zum Einsatz. Mit fortschreitender Wundheilung werden Übungen zur Kräftigung der lokalen (Rotatorenmanschette) und globalen (Brust, Schulter und Rückenmuskulatur) Muskulatur gemeinsam mit dem Therapeuten erarbeitet.

Instabile Schulter


Eine Schulterinstabilität kann durch ein Trauma (Subluxation, Luxation), eine Überbeanspruchung im Sport oder in den seltensten Fällen durch generelle Überbeweglichkeit entstehen. Im Zuge einer Instabilität können Sehnen der Rotatorenmanschette Schmerzen bei aktiven Bewegungen verursachen.

Therapie:

Aktive Gelenksmobilisation der Schulterkapsel in die eingeschränkte Bewegungsrichtung zeigen in Kombination mit aktiven Dehnungsübugen gute Erfolge zur Verbesserung der Beweglichkeit. Aktivierung und Kräftigung der eingelenkigen, lokalen Muskulatur (Rotatorenmanschette) unterstützt die Zentrierung und Stabilisierung des Oberarmkopfes in der Schulterpfanne. Anschließend soll weitere Kräftigung der Schulterblattmuskulatur die Beweglichkeit über das gesamte Bewegungsausmaß verbessern bevor alltags- und/oder sportspezifische Belastungen begonnen werden.

Tennisellbogen (laterale Epicondylopathie)


Elektriker, Gärtner, Maurer, Squash- und Badminton- aber natürlich auch Tennisspieler haben erhöhte Chancen in ihrem Leben Sehnenschmerzen der Ellbogenaußenseite (laterale Epicondylopathie) zu erleiden. In anderen Worten Personen mit manueller repetitiver Tätigkeit oder hohen Traglasten in der Arbeit oder Freizeit können einen Tennisellbogen entwickeln, ohne jemals Tennis gespielt zu haben. Ähnlich wie bei anderen subakuten oder chronischen Sehnenpathologien spielt Lebensstil und Alter eine wichtige Rolle. Schlaf, Ernährung und Arbeitsplatz können beitragende Faktoren sein.


Therapie:

In der Therapie ist entscheidend über Ergonomie am Arbeitsplatz und die richtigen Übungen als Ausgleich zu den schmerzauslösenden Aktivitäten zu reden. Die Handgelenksstrecker und Beuger werden auf Kraft und Dehnbarkeit untersucht. Die Schulterblattmuskulatur als Verbindung zwischen Rumpf und Arm spielt ebenfalls eine tragende Rolle in der Therapie. Ein Wechsel aus schmerzfreier Anspannung und Dehnung der betroffenen Muskulatur sorgt für eine verbesserte Ausrichtung des Sehnengewebes. Aufgrund der geringen Durchblutung der Sehne kann die Rehabilitation mehrere Monate dauern, jedoch sollen erste Veränderungen innerhalb weniger Wochen spürbar sein.